Mittwoch, 15. August 2007

Markttag in Downtown

Markttag in Downtown
13. und 14. August

Heute war offizieller Markttag in Downtown Accra. Wir wurden in Gruppen aufgeteilt und von Mercy angewiesen alleine mit dem TroTro in die Stadt zu kommen und dort den Makola Markt im Zentrum Accras zu finden, danach ein Taxi nach Osu (dem Shopping- und Weggehviertel) zu nehmen und am Ende wieder heil mit dem TroTro zurück zum Campus zu gelangen. Das hört sich aber alles einfacher an, als es ist.

1. Ein TroTro fährt nicht wann man es will und wohin man will: Das funktioniert nach ghanaischen Regeln. Man schreit an der Straße so lange zuerst „37“ bis ein ohnehin schon total überfülltes TroTro anhält und Jemand entweder „Ja“ oder „Nein“ sagt. Wenn "Ja" darf man sich für 2000 Cedis (0,15 Cent) hineinquetschen und bis zum 37 Interchange Circle mitfahren. Dort geht das gleiche Spiel von vorne los, nur mit dem neuen Ziel „Down Accra“. Ein weiterer Haken: Man ist leider nicht der Einzige, der versucht in die Stadt zu kommen, also fährt der TroTro, der am schnellsten schreien und zusteigen kann. Hmpf!

2. Downtown Accra und vor Allem der Makola Markt ist ein riesiges Gewimmel und Gewummel (neues Wort, wieso hat das noch niemand vorher erfunden?) von Menschen, die versuchen etwas zu verkaufen. Wenn dann auch noch alle auf einmal „Obruni“, „Hey Whiteman“ oder „You, yeeeah you, I like you, no really I like your face“ schreien, wird’s stressig. Und dazu 37 Grad im stärksten Smog.

3. In Accra ein Taxi zu nehmen ist nicht so einfach und luxuriös wie back home in Germany. Zuerst muss man einen Preis aushandeln, was schnell in einer hitzigen Diskussion endet, wenn man bemerkt, dass man gerade übers Ohr gehauen wird. Wenn der Preis steht und man im Taxi sitzt muss man leider Navigationssystem für den Taxifahrer spielen, weil viele nicht wissen, wo sie hinfahren sollen. Ein drittes Problem offenbart sich, wenn das Taxi zum TroTro umfunktioniert wird und einfach noch 4 Leute zusteigen. Will man ein Exklusiv-Taxi für sich, muss man schon alle 4 Sitze „kaufen“.

Nach dem erfolgreichen TroTro-Fahren und dem furchtbar stressigen Makola-Markt haben wir uns dann mit Chobbis im Frankies getroffen, DEM Place-to-Be für alle Obronis. Frankies ist ein hippes American-Diner mit europäischen Preisen und mehr, wo man Pizza, Burger, Salate, Eis und Shakes haben kann und wo sich wirklich ALLE Obronis gesammelt haben: Auf der Terrasse hab ich folgenden Satz gehört: „Björn-Schatz, kommst du bitte aus der Sonne!“ Ganz furchtbar also aber mein Double Cheeseburger für 11 Dollar war wirklich sensationell.

Da wir abends noch nicht genug Aufregung gehabt haben, sind wir zu 15t (!!!) mit Taxen zum Labadi Beach Resort, dem einzigen 5-Sterne Hotel Ghanas gefahren, um dort gediegen ein paar Cocktails zu schlürfen. Das Hotel wird nur von superreichen Ghanaern und natürlich Ausländern besucht und wir mussten 3 Sicherheitskontrollen passieren, bevor wir uns in einer super-schicken im Kolonialstil gehaltenen Bar zwischen Wasserfontänen, allerlei Gold und Kristall und Palmen niederlassen konnten. Die Preise waren erstaunlicherweise nicht so hoch, vergleichbar mit jeder beliebigen Cocktail-Bar in Deutschland. Und ich hatte sogar einen „Deutsch-Jagermeister“.

Das wars erstmal wieder von mir...morgen gibts mehr...gruesse an Alle.

1 Kommentar:

Live in Ghana hat gesagt…

1. Man muss sicher nicht alle Plätze im Taxi kaufen, wenn man es alleine nutzen will.

2. Frankies ist doch mehr der In-Place für weise Studenten und Praktikanten, aber nicht für ALLE Weissen!

3. Es gibt durchaus noch mehr 5 Sternehotels in Accra.